Akademische Burschenschaft Germania zu Graz

Mensur

Das studentische Fechten - Die Mensur

Der Sinn der Mensur liegt vor allem in der persönlichen Erfahrung einer Extremsituation, wobei es darauf ankommt, das in einem Jahr erlernte fechterische Können anzuwenden und sich gegen den Gegenpaukanten so gut als möglich zu behaupten.

Hierbei wird von beiden Seiten darauf geachtet, daß sich relativ gleichwertige Paukanten gegenüberstehen.
Als Mensur wird das traditionelle studentische Fechten mit dem Korbschläger bezeichnet. Diese Waffe ist auf beiden Seiten scharf, hat aber eine abgeflachte Spitze. Die beiden Gegner (Paukanten) sind immer Angehörige verschiedener Studentenverbindungen (also keine Bundesbrüder) und haben sich strengen Regeln zu unterwerfen. Weiters erhalten beide einen umfassenden Schutz aller Körperteile mit Ausnahme des Kopfes, wobei auch hier Augen, Hals, Ohren und die wichtigsten Nervenbahnen mit Schutzwaffen versehen werden.

Dem Paukanten zur Seite stehen der Sekundant, der Testant und der Paukarzt, welcher allfällige Verletzungen sofort versorgen kann.

Der Testant hat für die Waffe Sorge zu tragen und stützt während der Pausen den Arm des Paukanten. Er ist auch für das kommentgemäße setzen der Schutzkrawatte und der Mensurbrille verantwortlich.

Die Sekundanten stehen den Paukanten zur Seite und sorgen für einen geregelten Ablauf der Mensur. Sie haben das Recht in die Mensur einzufallen, wenn sich der Paukant verschlägt und schützen ihn dadurch. Der Unparteiische überwacht die gesamte Mensur, und sorgt für deren würdigen Verlauf. Er protokolliert auch eventuelle Regelwidrigkeiten und spricht gegebenenfalls Ermahnungen aus.